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Ein zentrales Element von apenio® stellt die in den Jahren 2000-2002 vom Institut für angewandte Pflegeforschung (heute: Abteilung für interdisziplinäre Alterns- und Pflegeforschung (iap)) an der Universität Bremen inhaltlich entwickelt Typologie dar. Diese entstand im Rahmen des Projektes „Pflegeprozess, Standardisierung und Qualität im Dienstleistungssektor Pflege“, welches aufgrund der Förderung von Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) realisiert werden konnte. Die Basis der Typologie lieferte eine empirische Untersuchung in Krankenhäusern, Einrichtungen der Altenpflege und ambulanten Pflegediensten, die unterschiedliche Problemlagen und Fragestellungen bezüglich der Pflegeprozesserfassung abbildete. Die Erkenntnisse aus der Praxis sowie eine Analyse bedürfnisorientierter Pflegetheorien (z. B. nach Orem, Roper) flossen in die anschließende Typologieentwicklung ein. Die Typologie apenio® wird bewusst nicht als Klassifikation bezeichnet, da weder eine pflegeinhaltliche, noch eine semantische hierarchische Ordnung vorgenommen wurde. Stattdessen kann von einer Nebenordnung, also einer Gleichwertigkeit aller Phänomene und Handlungen gesprochen werden. In der Systematik setzt die Typologie an allen Punkten prozesshafter Pflege an und wird nach folgenden Elementen strukturiert, die jeweils in Katalogen geordnet sind: 1. Kategorien basierend auf den bedürfnisorientierten Pflegetheorien, denen Pflegephänomene zugeordnet sind. 2. Beurteilungsskalen mit Ausprägungsgraden (Definitionen), die den Phänomenen zugeordnet sind. 3. Ursachen, die zur Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes bei einem Phänomen führen. Diese Ursachen können erkrankungs- (ICD) und diagnose- bzw. therapiebedingt (OPS) sein, sie können psychisch-, sozial- oder umweltbedingt auftreten bzw. durch körperliche Beeinträchtigung oder Beeinträchtigungen in der Umsetzung ausgelöst werden. 4. Körperorte, an denen sich eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens manifestieren kann (wenn relevant). 5. Detaillierte Pflegeinterventionen mit den Schwerpunkten: Ausführen, Kommunizieren, Beobachten, Betreuen, Managen. 6. Umfassender Hilfsmittelkatalog, wobei einzelne Hilfsmittel den Interventionen logisch zugeordnet wurden. In einem zweiten Projekt gelang es durch die Kooperation zwischen dem Institut für angewandte Pflegeforschung und der atacama Software GmbH die Typologie auf einer anwenderfreundlichen Softwareoberfläche abzubilden. In diesem Projekt erhielt Apenio den heutigen Namen apenio®, der für Assessment based planing and evaluation of nursing interventions and outcome steht. |