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Vorbereitungen für Pflegereform sollen zügig beginnen

Zum Auftakt des Fachkongresses "Pflege 2010" in Berlin kündigte die Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, an, dass die Bundesregierung zügig mit den Vorbereitungen für eine Pflegereform beginnen will.

Im wesentlichen werden mit der neuen Reform zwei Ziele verfolgt:

1. Einen neuen Begriff von Pflegebedürftigkeit in der Praxis umzusetzen, weil der geltende Begriff den neuen Anforderungen im Pflegealltag nicht gerecht wird und zu stark verrichtungsorientiert ist.

2. Die Umlagefinanzierung in der Pflegeversicherung um eine Kapitaldeckung zu ergänzen, um dadurch die Leistungen langfristig zu dynamisieren.

Rolf Höfert, Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbands, findet es notwendig, den Pflegebedürftigkeitsbegriff rasch zu reformieren, um einerseits endlich von der "Minutenpflege" weg zu kommen und andererseits im Rahmen eines neuen Begutachtungsverfahrens nicht nur die körperlichen, sondern auch die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten eines Menschen einzuschätzen. Das Erbringen einer sachgerechten Pflege ist nur dann möglich, wenn bei der Einstufung der ganze Mensch in den Blick genommen werden kann. Dies ist insbesondere für Patienten mit Demenzerkrankungen wichtig. Bei dem zur Zeit verwendeten Pflegebedürftigkeitsbegriff kommen diese Patienten bei der Inanspruchnahme von Pflegeleistungen zu kurz

 
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