Koalitionsvertrag 2018: Die wichtigsten Vorhaben für Gesundheit und Pflege

Die vierte Regierung von Angela Merkel hat zahlreiche Neuerungen vor – von guten Bedingungen für die Wirtschaft bis hin zur Armutsbekämpfung. Für Krankenhäuser hingegen sind erhöhte Investitionen für Umstrukturierungen, neue Technologien und Digitalisierung geplant. Im Koalitionsvertrag, der am 12. März 2018 unterzeichnet wurde, sind die gesundheitspolitischen Vorhaben relativ allgemein formuliert. Hier geben wir einen kurzen Überblick über die Kerninhalte und die wichtigsten Pläne der GroKo zu Krankenhäusern, Pflege, E-Health und Gesundheitswirtschaft:

„Die Krankenhausvergütung wird auf eine Kombination von Fallpauschalen und einer Pflegepersonalkostenvergütung umgestellt. Die Pflegepersonalkostenvergütung berücksichtigt die Aufwendungen für den krankenhausindividuellen Pflegepersonalbedarf. Die DRG-Berechnungen werden um die Pflegepersonalkosten bereinigt.“ Über Auswirkungen dieser Entscheidung auf die Erlössituation der Krankenhäuser lesen Sie im folgenden Artikel.

„Den Auftrag an Kassen und Krankenhäuser, Personaluntergrenzen für pflegeintensive Bereiche festzulegen, werden wir dergestalt erweitern, dass in Krankenhäusern derartige Untergrenzen nicht nur für pflegeintensive Bereiche, sondern für alle bettenführenden Abteilungen eingeführt werden.“

„Wir werden die Telematikinfrastruktur weiter ausbauen und eine elektronische Patientenakte für alle Versicherten in dieser Legislaturperiode einführen. Wir wollen neue Zulassungswege für digitale Anwendungen schaffen, die Interoperabilität herstellen und die digitale Sicherheit im Gesundheitswesen stärken.“

„Auch die pflegerische Versorgung wollen wir mit den Möglichkeiten der Digitalisierung weiterentwickeln, so dass sowohl Pflegekräfte als auch pflegebedürftige Menschen Informations- Kommunikationstechnologien sowie neue technische Anwendungen besser nutzen können. Dazu gehört auch, die Pflege in die Telematikinfrastruktur einzubeziehen. Ziel ist zudem, Bürokratie in Diagnostik und Dokumentation abzubauen.“

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