Neuer Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“

Im März diesen Jahres wurde der mittlerweile 9. Expertenstandard vom DNQP) mit dem Titel: „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ herausgegeben. Die Expertenstandards spielen für die Arbeit von Pflegenden eine wichtige Rolle, sie beinhalten neben verbindlichen Qualitätsvorgaben Empfehlungen zu pflegerischen Assessments, Interventionen und geeigneten Evaluationsinstrumenten.

Aufgrund der Komplexität einer Demenzerkrankung und des Umgangs mit dieser, wurde die Thematik im Rahmen der Erstellung des Expertenstandards auf die Beziehungsgestaltung weiter eingegrenzt. So nehmen die Ermittlung des Bedarfs und der Bedürfnisse der Menschen mit Demenz eine zentrale Fragestellung ein. Es geht demnach vielmehr um eine Verbesserung/Sicherstellung der Lebensqualität von Demenzerkrankten als um Handlungsempfehlungen im Umgang mit Herausforderungen, die als Folge der Demenzerkrankung für die Pflege entstehen können.

Als zentrale Aufgabe der Pflege wird die Wahrnehmung und Anerkennung des Menschen mit Demenz als gleichberechtigtes Gegenüber formuliert. Die Zentrierung auf den Menschen als Person mit Bedürfnissen, Gefühlen und Beziehungen entspricht einem personenzentrierten Ansatz, welcher in den letzten Jahren auch durch die Einführung des „Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation“ verstärkt in den Fokus gerückt ist. Somit strebt auch dieser Expertenstandard einen Perspektivwechsel in der pflegerischen Versorgung an. Die Kernelemente des Expertenstandards bestehen aus Empfehlungen zur individuellen Erfassung der Unterstützungsbedarfe in der Beziehungsgestaltung und aus der Planung von nonverbalen und verbalen Interaktions- und Kommunikationsangeboten. Hierbei sollte der pflegerische Prozess auf einer zugewandten und verstehenden Haltung der Pflegenden basieren (Verstehenshypothese). Es geht also vielmehr um das WIE als um das WAS in der Pflege.

Der Expertenstandard soll eine Hilfestellung sein, wie Pflegende einen Beitrag dazu leisten können, dass sich Menschen mit Demenz weiterhin gehört, verstanden und angenommen fühlen können. Unsere Anwendung apenio® kann die Pflegenden in der Umsetzung dieses pflegerischen Prozesses dahingehend unterstützen, dass die Bewohnersituation sehr individuell beschrieben werden kann und zudem eine Vielzahl an individualisierbaren Kommunikations- und Interaktionsangeboten integriert ist. So können Pflegende direkt auf einen großen Fundus an Interventionen zur Gestaltung der Kommunikation sowie zu Interaktionsangeboten zugreifen. Das Spektrum der Interventionen deckt sich mit den Empfehlungen des Expertenstandards. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Empfehlungen des Expertenstandards mit der Anwendung apenio gänzlich abgebildet werden können und die Pflegenden somit in der Erstellung einer individuellen Pflegeplanung bestmöglich unterstützt werden. Die Auswahl der individuell geeigneten Interventionen für eine Beziehungsgestaltung stellt eine spannende Herausforderung für die Pflegenden dar, denn Beziehungsgestaltung ist schon im Alltag nicht immer einfach.

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